MORE Regions
Shownotes
🎙️ Folge 1: MORE Regions
Host: Christian Welz, Direktor C&I ESS DACH & Nordics bei Sungrow Deutschland
Heute zu Gast: Filip Hes (Delta Capacity) Johannes Kirnberger (Delta Charge)
Im Mittelpunkt steht eine zentrale Frage: 👉 Wie lässt sich Flexibilität in Europa skalieren – von Großspeichern bis hin zur Elektrifizierung von Flotten?
Wir sprechen u. a. über:
- den Aufbau von Stand‑alone BESS‑Portfolios in Europa
- die Rolle von Flexibilität als Geschäftsmodell, nicht nur als Systemanforderung
- die Verbindung von Energie, Ladeinfrastruktur und Mobilität
- und was Projektentwickler und Investoren jetzt verstehen müssen
Mehr Informationen zu Sungrow unter: https://www.sungrowpower.com/de/de
Mehr Informationen zu Delta Capacity unter: https://www.deltacapacity.com/
Mehr Informationen zu Delta Charge unter: https://www.deltacharge.com/
Transkript anzeigen
00:00:03: Willkommen
00:00:04: bei MORE Than Powering Today, dem Premium BtoB Podcast von SUNGROW in dem führende
00:00:11: Expertinnen
00:00:12: und Experten über wegweisende Projekte der erneuerbaren Energien
00:00:16: sprechen.
00:00:20: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von MORE Than Powering Today – dem Podcast von SUNGROW!
00:00:26: Unser heutiges Thema – MORE Regions Wachstumstrategie mit Großspeichern und Elektrifizierung von Flotten.
00:00:34: Dazu habe ich heute zwei wunderbare Gäste.
00:00:36: Und zwar einmal den Johannes Kirnberger, er ist Geschäftsführer bei Delta Charge und Filip Hes.
00:00:42: Er ist Geschäftsführer bei Delta Capacity und CEO bei Delta Charge.
00:00:47: Seid willkommen ihr zwei!
00:00:48: Danke für die Einladung.
00:00:49: Vielen Dank.
00:00:50: Zum Einstieg würde ich euch erstmal gerne ein bisschen mehr von euch erfahren.
00:00:54: Ich denke das auch schön für die Zuhörer und Zuschauer.
00:00:58: Ihr habt ja eine Verbindung.
00:00:59: also woher kennt ihr euch?
00:01:01: Also Filip und ich kennen uns tatsächlich aus dem
00:01:03: Bachelor.
00:01:04: Wir haben zusammen in London, Madrid und Berlin studiert.
00:01:08: Wir haben auch eine Bar aufgebaut und betrieben, wie das Studenten war.
00:01:12: Und
00:01:13: sind dann für einige Jahre eigentlich in unterschiedliche Richtungen gegangen.
00:01:17: Filip Richtung Software Development und Cyber Security.
00:01:20: Ich Richtung
00:01:21: Energieökonomie.
00:01:22: Filip war dann auf Taiwan, hat Batteriesysteme entwickelt.
00:01:25: Ich war in Paris und habe als Energieökonom gearbeitet.
00:01:31: tatsächlich bei meiner Junggesellenparty zum ersten Mal seit langem wieder gesehen und haben dann die Idee, an der wir heute arbeiten, zusammen entwickelt.
00:01:40: Genau ich bin quasi zurück aus Taiwan gekommen, zurück nach Schweden gezogen Ich komme wahrscheinlich aus Schweden Und da Delta Capacity mitgegründet und aufgebaut.
00:01:52: Die Delta Capacity fokussiert sich auf Utility Scale Batteriesysteme Unter anderem, ich glaube wir werden es auch kurz heute besprechen.
00:02:01: Das Projekt ANGE aktuell das größte Speicher Skandinaviens aber eben vor ungefähr eineinhalb Jahren zusammen mit Johannes auch Delta Charge mitgegründet die sich bis in mehr Richtung C&I wie wir das nennen also commercial industrial Projekte, hybride Projekten, Batterien und Ladeinfrastruktur fokussiert.
00:02:25: Wir wollen über Flexibilisierung sprechen in Europa.
00:02:28: Flexibilisieren der Stromnetze, erneuerbare Energien.
00:02:31: wie können wir sie speichern?
00:02:32: Wie können wir Sie bestmöglich nutzen?
00:02:34: und deswegen auch heute die zwei Gäste die da einen großen Fundus an Wissen mitbringen.
00:02:40: du hast gerade schon angesprochen Filip.
00:02:42: meine erste Frage wäre in Richtung von den Nordics nach Deutschland.
00:02:46: ich glaube Nordic ist ein spannendes Thema.
00:02:48: die sind uns ja in einigen Punkten dann doch Ein Stück weit voraus hier in Deutschland oder auch im restlichen Europa.
00:02:53: Es gibt ein paar Zahlen, die ihr mitgebracht habt, die vielleicht veranschaulichen, warum eigentlich die Nordics schon besser aufgestellt sind als wir
00:03:03: hier in Deutschland.
00:03:03: Wir nehmen mal Schweden das Beispiel.
00:03:05: Es kommen über zwei Drittel des Primärenergieverbrauchs aus erneuerbaren.
00:03:09: In Norwegen ist die Zahl noch höher, fast siebzig Prozent und wenn man jetzt auf Deutschland schaut dann ist die Zahl nicht einmal bei fünfundzwanzig Prozent.
00:03:16: Das ist teilweise auf die Energieerzeugung aber auch auf Verkehr, wie die Leute heizen.
00:03:24: Aber das gesamte Energiesystem in den Nordics ist schon deutlich weiter und man merkt es, wir haben angefangen mit Großbatteriespeicher, beim Netzausbau bei der Netz Flexibilität, aber das geht eigentlich durch alle Sektoren durch bis hin zu Mobilität sowohl auf der Auto als auch auf der Lkw-Seite.
00:03:41: Das heißt man könnte das eigentlich schon so ein bisschen als Blaupause bezeichnen.
00:03:44: Aber was treibt euch denn aktuell stärker?
00:03:46: Ist es dann eher die Elektrifizierung, also wirklich dass die Fahrzeuge charging und alles oder sind's doch eher die Großspeicher?
00:03:53: Was gibt's da was oder...
00:03:57: Ich glaube die hören beide zusammen.
00:04:01: wenn man sich realistisches Nachhinein anschaut, was es tatsächlich heißen wird Lkw ist ein Logistik und kommerzielle Flotten zu elektrifizieren, dann reden wir über sehr große Energiemengen.
00:04:14: Das Netz steht heute schon unter Druck und auch wenn Deutschland vielleicht eine oder zwei Schritte hinterher hängt jetzt vergleichen mit Skandinavien darf man nicht unterschätzen wie schnell es doch tatsächlich geht.
00:04:30: also Deutschland hat im letzten Jahr das Equivalent von einer oder zwei Atomkraftwerke an Solar gebaut und in Betrieb genommen.
00:04:41: Das heißt, die Entwicklung läuft sehr schnell und da sehen wir quasi in beiden Fällen das Batterien einer der Schlüsselkomponenten sind, die diese Umstellung ermöglichen teilweise um die Schwankungen, die man bei erneuerbaren Energien hat auszugleichen
00:05:01: aber auch eben
00:05:02: um das Netz zu unterstützen das Laden von den kommerziellen Flotten zu ermöglichen und auch rein kostentechnisch die Stromkosten zu optimieren.
00:05:13: Und daher sehen wir das nicht als zwei getrennte Themen, sondern eigentlich sind sowohl die Utility-Speicher wie auch die C&I Speicher Teil der derselben Lösung.
00:05:22: Das sollen natürlich hier kein SUNGROW Werbe-Podcast werden, sondern wir wollen wirklich aus der Realität erzählen und deswegen ja auch mit Partnern, mit denen wir eng zusammenarbeiten zum Podcast einladen um wirklich mal zu verstehen Was sind die Projekte?
00:05:35: und vor allem was gibt es bei den Projekten für Paintpoints?
00:05:37: Deswegen würde ich gerne, du hast das vorhin schon mal erwähnt mit dem Projekt ANGE anfangen.
00:05:41: Wo stehen
00:05:42: wir aktuell mit dem Projekt?
00:05:43: Denken wir Filip da ist die Frage bei dir wahrscheinlich am nächsten
00:05:46: aufgehoben.
00:05:47: Das Projekt ANGE ist ein Sechzig Megawatt, hundertsechzig Megawattstunden, Zwei-Stunden System liegt ungefähr an der Mitte von Schweden.
00:05:56: Das ist ein Standalone Front of the Meter Speicher.
00:06:00: Wir haben mit dem Projekt vor ungefähr vierzehn Monaten angefangen, losgelegt.
00:06:07: Und wir befinden uns jetzt in der Commissioning-Phase.
00:06:09: Also ich bin schon sehr stolz auf das gesamte Team, dass sie es geschafft haben, das Projekt so schnell umzusetzen.
00:06:16: Soweit wir wissen ist es momentan der größte Speicher in den Nordics.
00:06:20: allerdings haben auch wir einen oder zwei etwas größere Speicher im Aufbau die noch nicht öffentlich sind aber die kommen.
00:06:30: Was die Herausforderungen angeht, da gibt es natürlich viele.
00:06:36: Es sind große komplexe Projekte.
00:06:41: Batterien als Technologie sind mittlerweile relativ gut etabliert aber die Regulatorik, Studien quasi wie man diese Systeme modelliert das ist immer noch ein relativ großes Thema gerade bei Netzbetreibern und das sind neue Fragestellungen für sie Tatsächlich.
00:07:01: Und das haben wir bisher in jedem Land, in dem wir sind gemerkt und gesehen, dass es relativ ähnlich ist bei den allermeisten Netzbetreibern.
00:07:11: Wir haben alles konsultiert mit denen und langsam schrittweise die Beziehung so aufgebaut, dass wir das gegenseitige Vertrauen
00:07:18: hatten.
00:07:19: Aber waren Sie denn auch bereit dann zuzuhören?
00:07:21: Weil ich mein Netzbetreiber ist ein großes Stichwort hier in Deutschland!
00:07:25: Wenn wir da anfangen, drüber zu philosophieren.
00:07:27: Ich glaube, Johannes, ihr hattet mal im Vorhinein gesprochen... achtundsechzig
00:07:31: lokale Netzbetreiber.
00:07:32: Danke!
00:07:33: Gut, dass du die Zahl doch so im Kopf warst.
00:07:35: Das ist das nur damit auch ich und auch die Zuhörerinnen-Zuhörern eine Idee dafür bekommen?
00:07:41: Ist das vergleichbar in den Norden, jetzt in Schweden speziell
00:07:43: oder...?
00:07:44: Ja, es ist... Schweden hat, glaube ich, Hundertsechsundachtzig, wenn ich mich nicht täusche.
00:07:50: Also nicht viel weniger komplex auf die Größe des Landes und die Einwohnerzahl runtergebrochen, fast schon vergleichbar.
00:07:57: Ich weiß nicht ob man da unbedingt auf den Türen einrent hier in Deutschland aber... Auch
00:08:01: in Schweden nicht fürweise und generell auch in Skandinavien nicht am Anfang.
00:08:08: ich glaube die Beziehung kann häufig bisschen antagonistisch sein.
00:08:12: wir wachsen schnell kommerziell getrieben, wir wollen Projekte schnell umsetzen und können die auch schnell umsetzen.
00:08:20: Und da kommt es natürlich manchmal zu Reibungen mit den Netzbetreibern, die für die Stabilität des Netzes zuständig sind, die viel mehr auf Risiko... Ja das ist eigentlich deren
00:08:33: Hauptaufgabe
00:08:34: gewesen Security of Supply auf Englisch gesagt Die letzten Jahrzehnten.
00:08:39: Ich glaube eben wenn man wirklich die Zeit investiert eine Beziehung mit den aufzubauen und man zeigt ihnen, dass wir es wirklich sehr ernst nehmen.
00:08:47: Dass wir es respektieren!
00:08:49: Dass wir auch sehen können das die hart belastet sind und dass sie einfach deren Bestes tun.
00:08:55: Die tun was die können.
00:08:57: Und ich glaube Es ist uns nicht nur in Schweden sondern auch bei anderen Projekten wirklich
00:09:01: gelungen
00:09:02: daraus ein Team zu machen sozusagen wo wir wirklich partnerschaftlich zusammenarbeiten uns gegenseitig unterstützen weil wir von Anfang an sehr klar kommuniziert haben Unsere Ziele sind genau die gleichen wie Ihre.
00:09:15: Wir wollen schauen, dass das System richtig designt wird, dass es stabil läuft und dass das Netz nicht negativ beeinflusst.
00:09:25: Und wir sind einfach bereit da die Zeit in der Aufwand zu investieren und sie maximal involvieren.
00:09:32: Wenn
00:09:32: man sich jetzt hier auf Deutschland übertragen ist ja ich genau da wo wir jetzt gerade aktuell sitzen.
00:09:37: an den Feiertagen wurden ja schon teilweise Endbenutzer aufgefordert ihre Photovoltaikanlagen abzustellen, weil niemand so richtig wurde.
00:09:46: Wohin mit dem ganzen Strom?
00:09:47: Und dann ist ja eigentlich ein Batteriespeicher und natürlich noch viele andere Themen.
00:09:51: Eigentlich eine logische Schlussfolgerung und man sollte eigentlich meinen das es einen so dadurch ein gemeinsames Interesse gibt zwischen Netzbetreibern und Errichter und Herstellern.
00:10:01: Bin gespannt wie's in Deutschland weitergeht.
00:10:03: Dazu später noch was mehr.
00:10:05: Um das Projekt ANGE abzuschließen, gibt es ein Learning, was ihr mitgeben wollt?
00:10:11: Wo ihr sagt, dass können wir wirklich nur empfehlen damit so etwas erfolgreich über die Bühne gibt?
00:10:18: Ja auf jeden Fall!
00:10:20: Erstens ist es tatsächlich unglaublich wichtig sich die richtigen Partner auszusuchen und da kann ich auch Sie oft sagen, dass wir sehr zufrieden sind mit der Zusammenarbeit mit SUNGROW.
00:10:35: Es gibt viele verschiedene Komponente für verschiedene Akteuren und Partner.
00:10:39: die muss man koordinieren können rechtzeitig.
00:10:43: Und es gibt viele Verträge und Strukturen die eine gewisse Reihenfolge haben.
00:10:50: Das zu managen ist eigentlich die größte Herausforderung aber auch da wo man den großen Unterschied sieht.
00:10:57: So,
00:10:57: jetzt kommen wir mal ein bisschen weg von den Nordics wo wir jetzt gelernt haben dass da alles ziemlich gut läuft.
00:11:03: Thema Expansionslogik welche Kriterien aus eurer Sicht müssen denn erfüllt sein um so einen Markt ready zu machen?
00:11:11: Es geht
00:11:11: ohne kritische Masse um in einen Markt einzutreten.
00:11:14: das können eine oder zwei große Projekte sein es kann aber auch ein Portfolio an kleinen Projekten sein.
00:11:20: Auch wenn wir in Europa sind und innerhalb der EU ist ist Aufwand in den neuen Markt zu kommen.
00:11:27: Andere rechtliche Begebenheiten, die Energiewirtschaft an sich kann sich durchaus sehr unterscheiden zwischen Nachbarländern in der EU.
00:11:36: Deswegen ist eigentlich das Hauptkriterium für uns, haben wir eine kritische Masse an neuen Projekten, wofür sich der Aufbau von dem neuen Markt lohnt.
00:11:45: Generell sind wir auf ganz Europa fokussiert Glauben an Europa und es ist trotz allen Unruhen ein sehr attraktiver und zukunftsfähiger Markt.
00:11:56: Ihr wollt schnell sein, ihr wollt wachsen auf gut Deutsch skalieren und das möglichst erfolgreich.
00:12:03: Da zählt immer auch Standardisierung mit dazu?
00:12:06: Die Standardisierung ist unglaublich wichtig.
00:12:10: die größten Pain Points ich würde vielleicht auf der Software Seite anfangen.
00:12:15: Softwaretechnisch ist es sehr, sehr wichtig gerade bei einem größeren Portfolio zu schauen, dass man von Anfang an die richtige Infrastruktur hat um die Daten richtig auffangen und analysieren zu können.
00:12:32: Damit Umgehen des Asset Management von Projekten ist unglaublich wichtig.
00:12:41: Da ist der erste Baustein Software damit man die richtigen Daten hat oder basierend auf den Daten die richtigen Entscheidungen treffen kann.
00:12:51: Dann Hardware ist natürlich dann der nächste Schritt, da versuchen wir auch mühlich zu standardisieren sei es auf was Patrin angeht Lada auch Schalttechnik und ähnliches, da versuchten wir möglichst viel zu standardisieren.
00:13:09: Wir bauen kritische Infrastruktur bei den Netzdienstspeichern für das System bei den Kunden zum Beispiel bei großen Logistikern.
00:13:18: Es ist Business Critical auf Englisch.
00:13:20: Die Hardware muss funktionieren, die Ladesäulen müssen funktionieren bei großen Elektroflotten.
00:13:25: Es gibt nicht die Option das es mal ein paar Tage ausfällt sondern die Flotten müssen fahren, die Betriebe müssen laufen und die industrielle Produktion muss laufen.
00:13:33: Deswegen achten wir sehr darauf dass wir nicht nur die Projekte errichten sondern dass sie lange und solide laufen.
00:13:40: Dass sie langfristig funktionieren ja macht absolut Sinn.
00:13:43: Habt ihr da immer den gleichen Grad an Eigenleistung bei euch in Haus?
00:13:47: Man kann ja nicht das komplette Projekt von A bis Z selber machen, ist logisch.
00:13:51: Aber so ein Standard ist jede auch das?
00:13:53: oder ist das Projekt spezifisch, dass sie beim einen Projekt mehr Eigenleistungen reinbringt als beim nächsten?
00:13:59: Oder wie kann man sich das vorstellen?
00:14:01: Was wir intern abdecken ist alles von der Projektentwicklung, d.h.
00:14:09: Genehmigungen, Netzanschluss und es war dann sofort Dann Systemdesign, die Modellierung davon.
00:14:15: Das heißt wie groß sollte der Speicher sein?
00:14:17: Was ist die optimale Auslegung?
00:14:19: Eben die ganzen Themen beim Design, die wir reinbringen bezüglich Redundanz zum Beispiel.
00:14:25: was wir nicht intern abdecken, das ist die Installation selber.
00:14:30: also da arbeiten wir mit den Partnern zusammen aber auch da standardisieren wir.
00:14:33: Also da haben wir einen Partner mit dem wir zusammenarbeiten je nach Region.
00:14:38: Es geht in der Energiewende generell um Skalierung.
00:14:40: Wir werden nicht weit kommen, wenn jeder Betrieb das Einzige für sich zusammenbaut.
00:14:46: Es
00:14:47: dauert
00:14:49: länger und ist teurer.
00:14:51: Da würde ich insbesondere das Zweite betonen.
00:14:53: es wird tatsächlich deutlich teurer Wenn man versucht ein zwei oder fünf Sites einzumachen dann ist nicht nur Capex teurer aus verständlichen Gründen weil man das Volumen nicht hat aber auch auf der Energiebeschaffungsseite, Trading.
00:15:11: Das erfordert auch sehr viel Aufwand, sehr viel Softwareinfrastruktur für verschiedene Partnerschaften und Integration Und bei allen diesen Themen sieht man einen sehr starken Lerneffekt.
00:15:22: Wir sind schon sehr überzeugt davon dass quasi der einzige Weg auf den wir wirklich erfolgreich auf voll elektrische kommerzielle Flotten und Industrie und Commerce im weiteren Sinne umsteigen können, ist wenn wir eben standardisieren.
00:15:42: Wenn wir das Thema gemeinsam rangehen und nach Win-Win Modellen suchen, weil letztendlich auch bei unseren Kunden im C&I-Bereich für die alle meisten es nicht deren Kerngeschäft sondern die sind hauptsächlich daran interessiert dass es funktioniert und das ist möglichst ökonomisch.
00:16:01: Es ist jetzt den letzten Ich würde mal sagen in den letzten neun Monaten, zwölf Monaten nochmal deutlich schneller gegangen und gekommen als wir ursprünglich erwartet haben.
00:16:13: Wir sehen auch dass Deutschland insbesondere wirklich aufholt.
00:16:17: was siehst
00:16:18: du?
00:16:19: Ganz konkret zum Skalierungseffekt ein Megawattstunden Speicher bei der Industrieproduktion oder beim Logistiker
00:16:26: ist spannend.
00:16:27: man kann schon einiges damit machen aber wirklich spannend ist es wenn wir denen in das virtuelle Kraftwerk in ganz Deutschland oder europaweit integrieren, weil man dann auch auf der Energieeinkaufs- seite den ganz anderen Sphären vordringt.
00:16:41: Die wir da mit unseren Kunden teilen können und somit das Gesamtpaket billiger wird als wenn sie es selber gemacht
00:16:46: hätten.
00:16:47: Kurz weg von den großen Standalone Batteriespeicherprojekten und Speichern was natürlich super spannend ist.
00:16:53: Das zweite Thema indem ihr aktiv seid und vor allem auch Delta Charge sehr aktiv ist ist so das Thema Mobility im C&I-Bereich, also Elektrifizierung von Flotten und Schwertransporten.
00:17:03: Was ist da der Haupt-Use-Case?
00:17:05: Die Idee kommt tatsächlich aus Schweden wieder von den Nordics nach Deutschland.
00:17:10: In Schweden schon vor zwei oder drei Jahren haben die großen Flottbetreiber angefangen zu elektrifizieren.
00:17:16: Die Technologie dafür gibt es.
00:17:17: Die großen Lkw Hersteller bieten schon seit mehreren Jahren wirklich voll elektrische Schwerlast-LKWs an.
00:17:25: Die sind in zwei Probleme gelaufen bei der Umstellung.
00:17:27: Der erste waren die vielen Netzanschlüsse, große Lkw-Flotten noch deutlich mehr als LkW-Flotten brauchen sehr große Energiemengen.
00:17:36: Traditionell Logistikbetrieb hat aber keinen großen Netzanschluss weil bisher war nicht besonders viel Energie nötig am Standort.
00:17:42: und
00:17:42: das zweite große Problem waren die Lastspitzen.
00:17:45: Wenn man große Lkw-Flotten gleichzeitig lädt, dann muss nur zehn Lkws mit jeweils hundert KW gleich sich laden.
00:17:51: Dann läuft man auf einmal in eine Lastspitze die davor nicht da war und das ist in der Netzlogik sehr teuer.
00:17:57: Und die Anfrage von diesen Firmen an uns zwar können wir das mit dem Batteriespeicher lösen Wir können den Netzanschluss virtuelle Weite durch die Batterie, wir können die Lastspitzen puffern und Schritt zwei.
00:18:06: aber wenn wir ähnliche Strategien, ähnlichen Algorithmen wie bei den großen Speichern anwenden aus der Problemlösung in ein Wettbewerbsvorteil kommen.
00:18:15: Und konkret in einen niedrigeren Strompreis für die LKWs, und dieser niedrige Strompreis für Elektro-LKW ist ja der große Hebel um sie wirtschaftlich attraktiv zu machen.
00:18:26: Wir sehen tatsächlich heute schon sowohl in Skandinavien wie auch in Deutschland dass das Elektro Lkw bei vielen Routen heute schon billiger sind pro Kilometer gerechnet vergleichsweise relativ hohen Energiepreisen.
00:18:43: In der Regel mehr als achtzig Prozent alle Routen deutlich billiger werden und bei den restlichen zwanzig Prozent, dass die sehr ähnlich aussehen zwischen elektrisch und Diesel.
00:18:54: Genau diesen Exkurs wollte ich machen.
00:18:55: Wir haben jetzt schon gehört Multi-Use Case aber auch wirklich so der klassische direkte Vergleich ab wann lohnt es ist wo lohnt sich vielleicht noch nicht?
00:19:02: was müssen wir noch
00:19:03: tun um dahin zu kommen?
00:19:04: Der größte Unterschied mit Abstand quasi sind die Energiekosten jetzt Diesel verglichen mit Strom.
00:19:15: Da kommt der größte Unterschied zwischen beiden Elektro-LKWs, momentan immer noch etwas teurer bei der Anschaffung.
00:19:23: allerdings haben wir in den letzten paar Jahren gesehen dass Batteriepreise dramatisch gesunken sind und da gibt es immer ein zwei Jahre auf Englisch gesagt Lag-Effekt.
00:19:35: also das ist immer ein bisschen dauert, bis sich das in den Preisen bei Endkunden spiegelt.
00:19:40: Die weiteren Vorteile sind O&M – also die Wartung von LKW ist weniger aufwendig billiger und auch der Komfort für Fahrer.
00:19:51: Das ist für viele Flottenbetreiber eines der größten Probleme.
00:19:55: Die Probleme haben ein Fahrer zu finden und die alle meisten Fahrern achten, dass sie mit einem elektrischen Lkw gefahren sind.
00:20:01: Drohnen zu kündigen wenn Sie zurück gesetzt
00:20:03: haben.
00:20:04: Also so wie es eigentlich auch jeder von uns, also ich denke mal ihr fahrt auch elektrisch jahrzehntelange Diesel-Titer gewesen und wenn man bei einmal sich ans Elektroauto gewöhnt hat will immer nicht mehr zurück ist das bald in den Lkws genauso.
00:20:16: Es hat sehr viele Vorteile nur stark niemand um wenn es wirtschaftlich nicht attraktiv ist.
00:20:22: Ökonomisch funktioniert das und zwar ohne Subvention, also ohne staatliche Unterstützung.
00:20:27: Wichtig ist nicht dass wieder jemand aufschreit, wenn es wieder subventioniert sondern es rechnet sich wirklich
00:20:32: auch.
00:20:33: Es rechnet sich einfach so und quasi das einzige was momentan fehlt ist die Infrastruktur dafür.
00:20:38: Das heißt die Ladeinfrastruktur des Netz und zweitem sofort.
00:20:43: An den
00:20:43: China wo's diese Infrastruktur gibt hat man über fünfzig Prozent der Neuzulassungen elektrisch im schwerer Lastverkehr.
00:20:49: Wahnsinn!
00:20:52: Ja.
00:20:52: Und weit
00:20:54: Leider nichts Neues.
00:20:56: Funktioniert das auch
00:20:57: ohne Speicher?
00:20:57: Langfristig wird es nicht ohne Speicher funktionieren, auch mittelfristig wirds nicht funktionieren.
00:21:01: nur zur Vorstellung wenn man ungefähr fünfundzwanzig Prozent bis dreißig Prozent aller deutschen LKWs elektrifizieren würde dann würde man auf ähnliche Energiemengen kommen wie bei Rechenzentren in ganz Europa.
00:21:17: Das heißt, die Energievolumen von denen wir reden sind wirklich enorm.
00:21:23: Zum Glück sehen wir das momentan sehr viel in Erneuerbare Energien investiert wird.
00:21:30: Produktion wächst und Netze werden auch ausgebaut.
00:21:38: Es wird nicht schnell genug gehen insbesondere was den Netzinfrastruktur angeht.
00:21:42: Dieser Ausbau wird Jahrzehnte dauern und auch rein aus ökonomischen Gründen werden wir gezwungen sein, aber vor allem einfach wollen umzusteigen auf Elektro und das wird nur durch Speicher möglich sein.
00:21:59: Das Kundenklientel wo wir jetzt gerade drüber sprechen wenn man da mal die top drei Anforderungen definieren wirst also einen haben wir jetzt schon gemeinsam erarbeitet.
00:22:07: es muss ökonomisch darstellbar sein ohne dass wir die wenigsten sagen go for it.
00:22:16: was wären noch zwei weitere?
00:22:17: wenn du an Top-Anforderungen definieren
00:22:19: müsstest?
00:22:20: Es muss funktionieren und es muss zuverlässig sein.
00:22:23: Die Flotten sind kritisch, dass die LKWs fahren ist business critical für die Firmen Und oft hängen auch sehr... Also an der Logistik hängen ja viele andere Industrien und Prozesse dran also die gesamten Supermarktketten.
00:22:40: Das muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankommen.
00:22:43: das ist glaube ich neben Kosten Im ersten Schritt die Ermöglichung, aber dann im zweiten Schritt der Wettbewerbsvorteil.
00:22:50: Also also die Reduzierung der Kosten pro Kilometer das sind die zwei großen Anforderungen und ich glaube dann kommt lange nichts sondern kommt vielleicht auf den dritten Platz die Integration ins bestehende System Die gesamte Energieoptimierung am Standort.
00:23:04: Die Vorteile für die wie Filip schon gesagt hat für die Fahrer.
00:23:07: Ich würde vielleicht eine Sache tatsächlich hinzufügen und zwar die Finanzierung.
00:23:12: Ich glaube, weil es ein komplexes Thema ist.
00:23:16: Neu für die allermeisten Firmen kann es schon sehr schwierig sein, für die intern einen Business Case aufzubauen das Budget dafür zu bekommen.
00:23:26: und bei vielen Firmen mit denen wir reden sie sehen das einfach nicht als deren Kerngeschäft.
00:23:34: und da haben wir uns als Ziel gesetzt dass wir die Infrastruktur aus der Perspektive des Kundens umsonst machen wollen.
00:23:41: Was meinen wir damit?
00:23:42: Wir meinen damit, dass wenn wir das Projekt finanzieren und quasi das procurement machen.
00:23:50: Das heißt, wir decken Capex ab.
00:23:54: Wir machen die Energiebeschaffung und eine Trading von dem Asset.
00:23:58: Und dann kombiniert wollten wir auf den selben
00:24:03: Strompreis
00:24:04: pro Kilowattstunde kommen, die in der Kunde selber gezahlt hätte, wenn sie die Investitionen selber getätigt hätten.
00:24:10: Und das war für uns wirklich der Schlüssel, um dieses Problem zu lösen, weil das macht es dann viel einfacher für die Allermeisten.
00:24:19: Die Hemmschwelle
00:24:19: ist einfach deutlich geringer als immer.
00:24:22: Das schwarz auf weiß sozusagen eigentlich vorweisen kann und fragt sich echt der gesund denkende Mensch warum nicht?
00:24:29: Ja genau.
00:24:31: Super spannend!
00:24:33: Wir biegen langsam Richtung Zielgerade ein
00:24:38: Und
00:24:38: zwar noch zum Abschluss, so ein bisschen die Fragestellung.
00:24:42: Was muss eigentlich passieren um jetzt das Traumland Schweden hier nach Deutschland zu kriegen oder auch in anderen Ländern von Europa?
00:24:52: Klar, ich meine unser Fokus ist natürlich ein bisschen der deutschsprachige Raum also auch Schweizer Österreich, Deutschland.
00:24:57: Was sind die Dinge, die sich noch ändern müssen?
00:24:59: Ich glaube einen wirklich ein großer Faktor im C&I-Bereich ist psychologisch.
00:25:05: Die Firmen müssen sehen, dass es funktioniert.
00:25:06: Es gibt einige Vorreiter die das sich selber zusammengesucht haben, die teilweise selbst investiert und umgesetzt haben.
00:25:13: aber nur als Beispiel wir elektrifizieren gerade die älteste Brauerei der Welt in Weihenstephan, Freising mit dem kompletten Paket also Batterie, Ladeinfrastruktur, Energiemanagement und ich habe glaube ich in den letzten zwei Monaten mit fünf Brauereien gesprochen die davon gehört haben, die das gerne einmal sehen würden.
00:25:30: Die machen das?
00:25:31: Das will ich auch!
00:25:32: Genau.
00:25:33: Sie wollen aber einmal sehen dass es funktioniert und das ist bei sehr vielen von unseren Kunden der Fall.
00:25:38: Es gibt die Vorreiter, die investieren, die da vorangehen wie sie das ganze ausprobieren wollen.
00:25:44: Aber die große Masse muss zumindest einmal gesehen haben, dass es funktioniert weil wie du vorher gesagt hast
00:25:49: ökonomisch
00:25:50: gibt's eigentlich keinen Grund das nicht zu machen.
00:25:53: Aber das einmal umzusetzen, zu zeigen in konkreten Projekten schafft, dass man das auch skalieren kann.
00:26:00: Das ist glaube ich ein großer Faktor für den C&I-Bereich.
00:26:03: Also so ein bisschen Aufklärungsarbeit?
00:26:05: Als wir mit diesem Projekt angefangen haben vor eineinhalb Jahren
00:26:12: war der Unterschied
00:26:13: zwischen Skandinavien und Deutschland enorm was die Gespräche angeht.
00:26:19: Die Fragen sahen ganz anders aus, die Skepsis der Technologie gegenüber war deutlich größer.
00:26:26: Und wir dachten, dass es wirklich mehrere Jahre dauern wird bis das komplett weg ist.
00:26:32: und heute würde ich sagen, dass mindestens neunzig Prozent aller Gespräche, die wir führen, es ist nur eine Frage von der Zeit.
00:26:41: also die stellen sich nicht die Frage ob sondern nur wann.
00:26:45: Es ist relativ klar wo die Reise hingehen
00:26:47: muss,
00:26:49: einfach auch von der Systemebene.
00:26:51: Wenn man von einem zentralen auf ein dezentrales Energiesystem umsteigt, dann braucht es Flexibilität auf allen Ebenen im Haushalt und
00:26:59: im Depot
00:27:01: mit Großbatteriespeichern.
00:27:03: Und wir arbeiten an so vielen Ebenen wie möglich, um die bereitzustellen.
00:27:07: Wir sind am guten Weg was ja Erneuerbare Energien eingeht.
00:27:10: Ich glaube da sind wir uns einig.
00:27:12: Wir haben in den letzten Jahren gut zugebaut.
00:27:14: das muss weiter so gehen.
00:27:17: Wir müssen flexibilisieren auf allen Ebenen im residential Bereich, aber auch im C&I-Bereich bis hin zum utility.
00:27:22: Ohne Speicher geht es nicht!
00:27:25: Das ist das Schöne, dass wir dann eigentlich an... Es scheint als würden wir am richtigen arbeiten wie als Hersteller, ihr als Integrator und Anbieter.
00:27:34: Zum Schluss der Folge euer Boldstatement.
00:27:38: kurz und knackig zum heutigen Themenfeld.
00:27:44: Ein Bold Statement.
00:27:45: Ich glaube, in den vergangenen Jahren wird sich niemand mehr die Frage stellen, ob er einen Elektro-LKW kaufen sollte.
00:27:51: Sondern unsere und wahrscheinlich auch andere Lösungen werden das mit seinem absoluten No-Brainer machen.
00:27:57: Das klingt gut!
00:28:00: Ich glaube wir werden alle überrascht sein aber ich glaube ja die Umstellung wird dann doch deutlich schneller kommen als die allermeisten erwarten.
00:28:07: Super Prima, dann beenden wir die heutige Folge.
00:28:11: Filip und Johannes von Delta Charge und Delta Capacity.
00:28:16: Vielen Dank für eure Zeit, dass ihr da
00:28:17: wart.
00:28:17: Das sind
00:28:18: vielen Dank!
00:28:20: Wir sehen uns demnächst bis dahin.
00:28:33: Ciao!
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